29. September 2020

24H Nürburgring: Technik verhindert Top Platzierung für Kim-Luis Schramm 

 

Mit viel Motivation im Gepäck reiste der Thüringer Kim-Luis Schramm am vergangenen Wochenende (24. bis 27. September) zum 48. ADAC TOTAL 24 Stunden Rennen an den Nürburgring. Nachdem der 23-Jährige im vergangenen Jahr mit seinem Team Phoenix Racing den siebten Platz belegte, war sein Vorhaben an diesem Wochenende eindeutig. „Absolut – der siebte Platz im letzten Jahr motiviert schon ganz schön. Dennoch bin ich schon so lange im Motorsport aktiv, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass es sich um eines der härtesten Rennen handelt. Da ist Ankommen schon Gold wert“, so der Wümbacher.

In diesem Jahr sollte das Lineup um Michele Beretta, Jules Gounon, Frank Stippler und Kim-Luis Schramm auf dem Phoenix Audi R8 LMS GT3 für Furore sorgen. Bereits im ersten Zeittraining schrieb sich der Audi mit der Startnummer fünf auf dem zweiten Gesamtrang ein. „Das hat noch nicht viel zu sagen, auch wenn wir eine gute Setup Abstimmung für unseren Audi gefunden haben. Das wird noch die ein oder andere Verschiebung im Klassement geben“, analysierte der Wümbacher die Anfangssituation. Und er sollte Recht behalten. Denn im Zeittraining kamen die Phoenix-Piloten bei Dauerregen über einen zwölften Platz nicht hinaus.

Der Start zum 24 Stunden Rennen fiel um 15:30 Uhr. Von da an schob sich der Audi einen Platz nach dem Anderen nach vorne. „Wenn wir mal von den Wetterkapriolen einmal absehen, verliefen die Stints recht ausgewogen. Lediglich der Regen sorgte für ein kleines Tohuwabohu in der Reifen- und Luftdruckwahl. Wenn du nur einen Hauch neben dem perfekten Luftdruck lagst, warst du gleich deutlich langsamer. Keine leichten Entscheidungen, die wir zu diesem Zeitpunkt treffen mussten, zumal wir auf dem siebten Platz lagen“, erklärt Kim-Luis Schramm. 

Die Eifel zeigte sich zu dieser Jahreszeit wieder einmal von ihrer typischen Seite. Nach stundenlangem Dauerregen entschied die Rennleitung um 22:33 Uhr das Rennen mit der Roten Flagge abzubrechen. „Bis zum Abbruch bin ich einen Doppelstint gefahren. Bei vielleicht 200 km/h hatte ich Aquaplaning, Nebel und keine Sicht. Das war schon ziemlich irre. Für uns alle war es eine gute Entscheidung“, so der Thüringer. Erst am nächsten Morgen um 8:00 Uhr erfolgte der Restart, der für die Phoenix Audi Fahrer nicht nach ihren Vorstellungen verlief, wie Kim-Luis Schramm berichtet: „Wir sind von deutlich mehr Regen ausgegangen. Unsere Balance im Audi passte einfach nicht. Ohne Gegenwehr mussten wir einen Mitbewerber nach dem Anderen an uns vorbei ziehen lassen. Im Laufe der Stunden drehte es sich und unser Audi lag wieder fantastisch. Mit Top-Rundenzeiten konnten wir uns den siebten Platz zurück erobern“. Der Schock kam dann drei Stunden vor Erreichen der Zielflagge. Eine der beiden Antriebswellen versagte ihren Dienst und machte damit alle Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden zu Nichte. „Ich denke Platz sechs wäre drin gewesen. So müssen wir uns dem härtesten Rennen der Welt geschlagen geben.“